Rotary Club Heidelberg-Neckar

Auswärtsmeeting Moscheebesuch

Besuch der Moschee Yavuz Sultan Selim Camii11.03.2020Rotaryjahr 2019/2020

Am 11.März 2020 haben wir die Moschee Yavuz Sultan Selim in Heidelberg besucht.

Auswärtsmeeting Moscheebesuch

Die Begrüßung erfolgte durch die Moscheeführerin Fatima Panz und durch den 1. Vorsitzenden des Türkisch Islamischen Kulturvereins Heidelberg e. V., Herrn Ogun. Frau Panz stellte sich als eine „schwäbische Türkin“ und zertifizierte Gästeführerin vor.

Seit den 60er Jahren kamen Muslime als Gastarbeiter nach Deutschland. Um die Religiosität auszuleben trafen sie sich zunächst in den Wild Werken in Eppelheim, im Jahr 1977 in einem Haus in der Bahnhofstraße, 1985 im Landfriedkomplex bis dann im Jahr 1991 die Moschee in Heidelberg Rohrbach gebaut wurde.

Frau Panz führte uns vorbei am Waschraum in den Mescid (=Gebetsraum). Sie erklärte uns ausführlich wie die Muslime vor dem Gebet ihre Waschung vornehmen müssen. Vor dem Betreten des Gebetsraumes müssen alle ihre Schuhe ausziehen, Hygiene ist dort das oberste Gebot. In der Moschee sind die 4 Weggefährten von Mohammed symbolisch dargestellt. Im Islam gilt der Grundsatz: „Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen.“ Daher gibt es auch keine Fresken oder Statuen in dem Gebäude. An der Seite befindet sich eine Tafel, welche die Gebetszeiten in der Moschee anzeigt. Wir wurden Zeugen des Gebetes um 19.50 Uhr, bei welchem die Männer unten beteten und die Frauen separat auf der Empore.

In der Moschee gibt es eine Gebetsnische und einen Predigtstuhl analog unserer Kanzel. Das Freitagsgebet wird immer von dieser Kanzel gesprochen.

Der Iman (Mehmet Zengin), der jeweils auf 5 Jahre aus der Türkei bestellt wird, nimmt beim Gebet die Rolle des Vorbeters ein. Beim Gebet richten sich alle Betenden nach Mekka aus und rücken näher zusammen. Frau Panz übersetzte uns die Worte, die gesprochen wurden. Nach dem Pflichtgebet betete jeder Gläubige für sich alleine. Die Frauen befinden sich beim Gebet oben auf der Empore, damit die Geschlechter getrennt bleiben. Die Gemeinde der Moschee hat 482 Mitglieder und finanziert sich über Beiträge und Spenden.

Anschließend wurden wir zu einem köstlichen Essen eingeladen, welches die Frauen der Gemeinde liebevoll und reichlich für uns zubereitet hatten. Dabei wurde uns eine Präsentation gezeigt, in welcher der Aufbau der Moschee, der Alltag und die Ziele aufgezeigt wurden. Ebenfalls wurden alle Aktivitäten der Gemeinde und ihre zahlreichen Projekte vorgestellt. Die jetzige Moschee wurde in den Jahren von 1991-93 erbaut, das dritte Stockwerk kam 2006 dazu. Die Sprache in der Gemeinde ist türkisch. Nach einer kurzen Fragerunde bedankte sich unser Präsident ganz herzlich für die schöne Führung und die Gastfreundschaft, alle Anwesenden bekamen zum Abschluss als Souvenir ein Lesezeichen von der Moschee geschenkt.

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